Geistliches Wort - Diakonie

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Dieses Jahr - (k)ein Superweihnachten?! ...

„Ich habe was für Sie!“  So rufen Briefträger oder Paketzusteller in den nächsten Wochen  ziemlich oft.  Es kommt die Zeit der Weihnachtsbriefe und kleinen Geschenke von diesem und jenem … Ein Kalender, eine Flasche Wein, ein Gutschein. Klar, dass wir mustern,  was alles so eingeht …
Könnte ja sein, dass manches dabei ist, was uns 2018 zu einem „Superweihnachten“ hilft!
Ich warne davor, wenn der Blick vor allem auf das Äußere geht. Da ist manche Täuschung möglich ...
So wie bei dem erfolgreichen Geschäftsmann Mitte 50, der das Weihnachtspäckchen seiner über 80 jährigen Patentante bekommt und auspackt und diesmal stinksauer ist.  Seit 30 Jahren schenkt sie nur Pralinen, wieder nur Pralinen (ein durchaus gefährliches Geschenk!) Seine Frau gibt ihm den guten Rat, mit den Pralinen einer Aussiedlerfamilie am Ende der Straße eine Freude zu machen. Am nächsten Tag steht die komplette Acht-Personen-Familie schon früh an der Haustür. Sie klingeln mit Tränen in den Augen und wollen sich extra bedanken – für die Pralinen.  Herr X wehrt ab, das ist  doch nicht nötig. Aber der Dank mit Freudentränen galt auch mehr den 1000 Euro, die in der Schachtel inneneingelegt waren. Verblüffung bei Herrn X – und fleißiges Kopfrechnen „30 Jahre mal … Euro“ - und für uns ein erstauntes Aha. Die Pralinen waren nur ein Teil  des Geschenkes. Beim genauen Hinsehen war da viel mehr!
Ich möchte keine Garantie dafür geben, dass bei ihren Päckchen noch irgendwo ein geheimnisvolles Extra dabei ist. Aber es könnte schon sein … im gebastelten Weihnachtsbild im Enkel eine große Portion Liebe, im Festmenü der Feiertage der tiefe Wunsch, es möge das Miteinander und Füreinander sein, wie in den guten Zeiten … Freuet euch … der HERR ist nahe …   (Philipper 4, 4-5)
Mit diesen Worten hat Paulus den Leuten vor 2000 Jahren das berichtet, was wirklicher Grund zum Feiern ist. Damals gab es noch keine besinnliche Adventszeit, kein  Weihnachtsfest mit den freien Tagen, den Geschenken und dem Festessen. Und es hatten auch längst nicht alle eine geschäftlich oder familiär supererfolgreiche Zeit hinter sich. Es gab Armut und Krankheit, Neid und Mühen, dass nichts bringt.
Also Dinge, wie der Spruch“ Kopf hoch, das wird schon!“ nicht sehr viel hilft. Paulus aber redet von der Nähe Jesu, die Grund zur Freude und Zuversicht ist. Warum? Weil ER sich um unser Leben und unsere Zukunft aktiv kümmern will. Zu Weihnachten feiern wir, dass ER Mensch wurde und uns nahe kam. Und im Advent werden wir dran erinnert, dass ER unsichtbar gegenwärtig ist in unserer Welt und einmal wiederkommen wird, um seinen guten Plan der Liebe zum Ziel zu bringen.
Dieses Jahr – kein „Superweih-nachten“?  Ich bin fast sicher, dass es so enden wird, wenn wir nicht die Hauptsache neu entdecken!  Ich wünsche Ihnen viel Mut, damit sie sich auf die Suche machen nach dem „nahen Herrn“. Vielleicht treffen wir uns ja bei einem der Gottes-dienste der nächsten Wochen..

Mit herzlichen Grüßen  

Pastor Christian Meischner, Schönheide

 
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